Halle (Saale) hat seine erste TINA-Straßenbahn (Totally Integrated Low Floor) in Betrieb genommen – ein wichtiger Schritt bei der Modernisierung des städtischen Nahverkehrs.
Das Modell MGT-XL, die erste von 17 bestellten Bahnen, ist jetzt für drei Monate probeweise auf den Linien 1, 2 und 3 unterwegs. In dieser Phase sollen Zuverlässigkeit und Leistung unter realen Betriebsbedingungen getestet werden.
Nach Abschluss des Probebetriebs und der amtlichen Zulassung gehen die von Stadler gebauten Bahnen schrittweise in den Regelbetrieb über, ersetzen die mehr als 30 Jahre alten MGT6D-Fahrzeuge und stärken so ein modernes, klimafreundliches Verkehrsnetz.
Neue Maßstäbe im Stadtverkehr
Mit Fokus auf Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind die TINA-Bahnen auf alle Fahrgäste ausgerichtet.
Großzügige Innenräume, energieeffiziente Klimaanlagen und innovative Sicherheitssysteme setzen im Stadtverkehr neue Maßstäbe.
„Mit TINA beginnt für unsere Fahrgäste und den Nahverkehr in Halle (Saale) ein spannendes neues Kapitel – das wird ein echter Meilenstein“, sagt Vinzenz Schwarz, Vorstand der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG).
Die MGT-XL-Bahnen wiegen rund 60 Tonnen und sind damit schwerer als ihre Vorgänger. Das höhere Gewicht führte bei Testfahrten und an einzelnen Stellen des HAVAG-Netzes zu stärkeren Vibrationen.
Stadler und HAVAG arbeiten jedoch bereits an Lösungen, um das Problem zu beheben.
Tourismusschub durch besseren Nahverkehr
Halle in Sachsen-Anhalt beherbergt zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Marktkirche und das Händel-Haus.
Die neuen TINA-Bahnen sollen die Erreichbarkeit für Tourist*innen verbessern und es einfacher machen, das reiche Erbe und die lebendige Kunstszene der Stadt zu entdecken.
Barrierefreie Niederflureinstiege und viel Platz sorgen dafür, dass alle komfortabel und effizient unterwegs sein können – ein klares Bekenntnis zu Inklusion und Zugänglichkeit.
Mit dem Ausbau des TINA-Systems positioniert sich Halle als Vorreiter für nachhaltigen Stadtverkehr und will die Zahl der eingesetzten Bahnen bis Ende des nächsten Jahrzehnts auf über 50 steigern.